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wie wir wurden, was wir sind

Hannes hat schon immer sein Ding gemacht. So kam es, dass er Ende der 2000er Jahre eine Doktorarbeit über Wege im Himalaya verfasste. Was der Wissenschaft fehlte, war auch schnell klar: Öffentlichkeitswirksame und zeitgemäße Medienintegration. Warum machte es stets den Anschein, als dürfe Wissenschaft nicht begeistern?

Deswegen forderte Hannes bereits 2011 auf internationalen Konferenzen „Film und Social Media in der Wissenschaft“. Weil die Wissenschaft nicht nur langsam, sondern zudem chronisch knapp bei Kasse ist, kümmerte er sich um Sponsorings. Es gelang ihm, große Namen aus der Outdoor- und Technikbranche für seine Themen einzunehmen.

Schlagartig wurde klar: Es gibt einen Markt für echte, gute Geschichten (seit ein paar Jahren nennt man das Content-Marketing). Authentische Stories hatten wir. Nun mussten sie emotional erzählt werden. Die technische Entwicklung machte es möglich, Kleinproduktionen selber umzusetzen. Hannes‘ Studienfreund und WG-Buddy Nils hatte sein Interesse für Film nach dem Studium u.a. beim ZDF mit einem Fundament unterlegt. Noch auf Kassetten filmten wir 2009 unsere erste Expeditionsgeschichte. Unsere Partner setzen das Material online, in Printmedien, auf Messen und am POS ein. Die Kunden waren begeistert. Wir auch.

In einem Göttinger Hinterhofbüro wurde nun an der Gründung einer Kreativagentur gearbeitet. 2011 meldete sich Fabian. Er fand unseren Ansatz spannend und brachte beeindruckendes fotografisches Können, preisgekröntes Webdesign und kritischen Forschergeist mit. Jetzt waren wir zu dritt. Es formierte sich ein Team. Es brauchte nur noch einen Namen. „Third Pole“ kommt aus der Entdeckungs- und Forschungsgeschichte und steht synonym für den Himalaya. Als Nord-und Südpol bereits erobert waren, fand das Rennen um den dritten Pol statt. Wir sehen in dem Namen zudem neue Perspektiven und Einzigartigkeit. 2013 tauschten wir den dunklen Hinterhof gegen ein lichtes Loft in der Innenstadt. In den nächsten Jahren reisten wir viel und lieferten ab. Deswegen arbeiten wir heute mit Unternehmen aus der ganzen Welt, darunter mehrere Technologie- und Marktführer. Unsere Vernetzung wurzelt tief in der Outdoorbranche, reicht aber auch weit darüber hinaus.

2016 kam mit Julia die erste Frau an Board. Da sie nicht aus ihren Tiroler Bergen wegzukriegen ist, hat Pfunds jetzt Glasfaser und wir ein Jahrespickerl am Auto. 2018 ist das Jahr des Umbruchs: Nils und Fabi verließen Third Pole. Nathalie und Arne kamen hinzu. Hannes legte für sich fest, dass Wachstum nicht um jeden Preis erzwungen werden darf. Wir wollen Qualität vor Quantität den Vorrang geben. Deswegen arbeitet Third Pole nun als Kollektiv. Mal haben wir den Lead gegenüber größeren Partneragenturen, mal glauben wir an jungen Nachwuchs und geben diesem eine Chance. Jeder bringt seine Fähigkeiten und Gedanken bestmöglich ein. Jeder von uns ist Third Pole. Davon profitieren nicht nur wir, sondern auch unsere Kunden.

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